Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Institut für Analyse, Theorie und Geschichte der Musik
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Lehre -» Lehrgang
Harmonik Universitätslehrgang HarmonikHarmonik als Universitätslehrgang ist weltweit ausschließlich an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eingerichtet. Der Lehrgang dient der ergänzenden Ausbildung neben oder nach einem ordentlichen Universitätsstudium. Zum Besuch des Lehrgangs bedarf es keiner Zulassungsprüfung, doch wird die Kenntnis der musikalischen Grundlagen vorausgesetzt. Die Studiendauer umfasst 4 Semester mit je 4 Semesterwochenstunden. Die Teilnehmer des Lehrgangs haben, sofern sie nicht ordentliche Studierende einer österreichischen Universität sind, den Status eines außerordentlichen Studierenden. Die Lehrgangsgebühr beträgt sowohl für EU- wie für Nicht-EU-Bürger € 300,- pro Semester. Nach Absolvierung des gesamten Lehrgangs erhält der Teilnehmer ein Abschluss-Zeugnis. Der Studienplan stellt eine grobe Orientierung, einen Leitfaden dar. Denn Neigungen der Lehrgangsteilnehmer, Übungen, aktuelle Ereignisse, Exkursionen und Termine für einen erweiterten Kreis („Forum Harmonik“) sind integraler Bestandteil des Lehrgangs; öffentliche „Tage der Harmonik“ treten ergänzend hinzu. Eine Bereicherung des Studiums wird auch durch intra-universitäre Zusammenarbeit (Aufführungspraxis, Ethnomusikologie, Kammermusik, Komposition, Musiktherapie), inter-universitäre Gemeinschafts-Projekte (Architektur-Theorie von Baukomposition bis Landschaftsgestaltung, Mathematik, Philologie, Philosophie) oder öffentliche Aufträge erreicht. Der Unterricht hat den Charakter einer künstlerisch-wissenschaftlichen Erschließung und ist am besten mit dem in Kunstakademien verwendeten Begriff „Meisterklasse“ zu beschreiben. Die Lehrveranstaltungen der Harmonik werden auch als Wahlfach in zahlreichen ordentlichen Studien angeboten, insbesondere in den Studienrichtungen Komposition, Musiktheorie, Dirigieren, Instrumentalstudien, Film und Fernsehen. Harmonik kann auch dann als Wahlfach gewählt werden, wenn Studienpläne Fachgebiete durch einen Sammelbegriff anführen (‚Kulturgeschichte‘, ‚Theorie der Musik‘). Der Besuch einzelner Lehrveranstaltungen des Fachgebietes Harmonik ist nicht nur jenen Studierenden, in deren Studienplan Harmonik als Wahlfach integriert ist, sondern auch jedem anderen Studierenden der Universität gestattet. Dasselbe gilt für ordentliche Studierende anderer österreichischer Universitäten. Durch den Umfang der angebotenen Lehrveranstaltungen sind die Erfordernisse für das Zusatzstudium im Rahmen der zweiten Diplomprüfung zur Gänze erfüllt. Der Beginn der Lehrgangsteilnahme ist in jedem Wintersemester möglich. Harmonik 1 (Wintersemester) Einführung in die Harmonik (2-stündig) Grundlagen und Methoden der Harmonik. Praktische Erfahrungen am Polychord. Als Wahlfach für alle Studenten der Universität geeignet. Grundfragen der Harmonik (Vertiefung) (2-stündig) Mathematische Grundlagen der Tonsysteme. Reintonalität und Temperaturen. Inhaltliche und formale Übernahmen harmonikaler Gedanken in den Künsten (Architektur, Malerei, Literatur, Tanz, Theater). Möglichkeiten künstlerischer Formensprachen im Blick auf universelle harmonikale Analogien. Wechselnde Schwerpunkte je nach Interessen der Studierenden und geplanten Projekten. Als Wahlfach für alle Studenten der Universität geeignet. Harmonik 2 (Sommersemester) Harmonik in Mathematik und Naturforschung (2-stündig) Harmonikale Aspekte in Mathematik und Naturwissenschaft (Kristallographie, Chemie, Physik, Botanik, Zoologie). Grundzüge einer harmonikalen Anthropologie: Physis und Psyche des Hörens im Zusammenwirken mit dem Hör- und Musik-Bewusstsein; „äußere“ (räumliche) und „innere“ (chronobiologische) Maße des Menschen. Als Wahlfach für alle Studenten der Universität geeignet. Harmonik und Musik (2-stündig) Einheit und Vielfalt der Musiken in ursprünglichen Kulturen und Hochkulturen (Schwerpunkte: China, Indonesien, Philippinen, Indien). Aspekte der Heilung in Musik und Harmonik. Harmonikale Grundlagen in der Musik Europas (Metrik – Rhythmik, Zeit- und Zahlenordnungen, Symbolik, Tempogestalt). Übungen, Projekte, Exkursionen. Als Wahlfach für alle Studenten der Universität geeignet, besonders der Fachbereiche Ethnomusikologie und Musiktherapie. Harmonik 3 (Wintersemester) Grundlegung der Harmonik in der Antike (2-stündig) Harmonikales Denken in der Antike (Babylonien, Griechenland). Lektüre ausgewählter Texte (Heraklit, Pythagoreer, Platon, Neuplatoniker). Für Lehrgangsteilnehmer, Diplomanden, aber auch für Studenten der Philosophie und Altphilologie. Harmonik in der beginnenden Neuzeit (2-stündig) Schwerpunkt: Johannes Keplers harmonikale Astronomie. Der harmonikale Denkansatz in Mathematik, Naturforschung, Musiktheorie, Philosophie. Lektüre ausgewählter Texte (Camerarius, Fludd, Kepler, Newton, Leibniz). Als Diplomanden- und Dissertantenseminar anrechenbar. Harmonik 4 (Sommersemester) Von der Spätantike bis zur Hochrenaissance (2-stündig) Pythagoreisch-neuplatonische Musik-Theorie vom Hellenismus bis zur Renaissance. Schwerpunkte: philosophische Theologie, Musik-Theorie (Musikanschauungen, Definitionen und Klassifikationen der Musik), Mathematik, Architektur, Bildende Kunst. Harmonik gestern – heute – morgen (2-stündig) Die Neubelebung der Harmonik im 20. Jahrhundert. Aktuelle Schwerpunkte und Entwicklungsmöglichkeiten (Künste, Mathematik, Naturwissenschaft, Lebenswelt). Grundzüge einer integralen Architektur. Projekte, Exkursionen, Referate, Abschluss-Arbeiten. Als Diplomanden- und Dissertantenseminar anrechenbar. Auskünfte und Anmeldungen: a.o.Univ.Prof. Dr. Werner Schulze |
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